Die Technik 1878 - 1918
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Technik zur Gründung (1878)

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Löscheimer mussten in jedem Haushalt vorgehalten werden. Im Brandfall wurden zwischen der Wasserstelle und Pumpe bzw. Brandstelle Menschenketten gebildet und die gefüllten Eimer von Hand zu Hand weiter gereicht. So konnten pro Menschenkette ca. 100 l/ min befördert werden. Im Vergleich: Heute befördert eine Pumpe in einem Fahrzeug etwa 2000 l/ min. Der Mistkarren mit Wasserfass diente als einfacher Wasserzubringer.

 

Der Einreißhaken ist ein altes Werkzeug der Feuerwehr, das zum Entfernen von Gebäudeteilen verwendet wird. Er wird auch bei Nachlöscharbeiten eingesetzt. Der Einreißhaken besteht in der Regel aus Stahl. Er hat die Form eines offenen, weit gebogenen Hakens. Darüber ist eine Spitze angebracht. Diese weist in Richtung der geschlossenen Seite des Hakens. Vervollständigt wird das Werkzeug durch einen mehrere Meter langen Holzstiel, der einen Durchmesser von ca. 10 cm aufweist.

 

 

Durch ein Gesetz über das "Feuerlöschwesen" im Großherzogtum Sachsen- Weimar- Eisenach" (1881), waren nun alle Gemeinden verpflichtet, Feuerwehren zu gründen, sie auszurüsten und für regelmäßige Ausbildung zu sorgen. Im Sinne eines besseren Schutzes für die Bevölkerung vor Bränden zweifellos ein Fortschritt.
Bis auf wenige Ausnahmen mussten alle Männer zwischen 18 und 50 Jahren am Feuerwehrdienst teilnehmen. Natürlich hatten einige keine Lust. Sie konnten sich für 10 Mark "freikaufen". Verweigerer, die auch das nicht wollten, mussten mit 30 Mark Strafe oder ersatzweise 14 Tagen Haft rechnen.
Die Weiterentwicklung (1884)

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Hersteller: Firma Sorge, Vieselbach
Fahrzeugtyp: 2-achsige pferdebespannte Handdruckspritze
Baujahr: 1884
Eigentümer: Feuerwehrverein Vacha 1937 e.V.
Aufbauart: - Handdruckspritze mit Windkessel zur Erzeugung des Pumpenausgangsdruckes für einen löschfähigen Strahl
  - die Pumpe ist als Saugkolbenpumpe mit einer maximalen Saughöhe von 7,4 m ausgelegt.
  - Strahlhöhepumpenausgangsseitig: 24 m
  - Leistung: ca. 400 l/ min
  - Bedienung: 34 „Manneskräfte“
 
Die Löschmannschaften erhielten Uniformen. Jährlich waren mindestens fünf Übungen zu organisieren.
1886 kaufte die Gemeinde Vacha eine fahrbare zweizylindrische Saugkolbenspritze mit Schlauch. Eine teure Angelegenheit. Sie steht noch heute in unserem Gerätehaus. 1888 installierte man die ersten Hydranten im neuen, mit eisernen Rohren versehenden Wasserleitungsnetz. Da es in Vacha verhältnismäßig viele mehrstöckige Häuser gab, war die Anschaffung einer fahrbaren Schiebeleiter (1892) durchaus folgerichtig.

Aus der Einladung zu einer Übung kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges ist die Organisation und Ausrüstung der damaligen Vachaer Pflichtfeuerwehr zu erkennen.

Die heutigen "Chargierten" sollten sich ein Beispiel nehmen, wie vornehm man damals zum anschließenden "Gut Schlauch" ins "Deutsche Haus" einlud.

Zitat: Aufstellung vor dem Spritzenhaus
"Bei Einladung wollen Sie gleichzeitig Anfrage halten ob nach der Übung ein gemeinschaftliches Beisammensein, wie schon gehabt im Deutschen Haus den Kameraden willkommen ist. Für Biermarken wird gesorgt."
Der 1. Weltkrieg
Mit Beginn des 1. Welkrieges im Juli / August 1914 ändern sich die alten Berichte die vorher hauptsächlich Listen mit Feuerwehrpflichtigen und Freigekauften enthielten. Die Männer mussten in den Krieg. Es fehlten zunehmend Hilfskräfte. Bereits 1915 meldeten die zum Feuerlöschbezirk Vacha gehörenden Dörfer 299 zum Wehrdienst eingezogene Feuerwehrleute. 11 waren bereits gefallen und 26 verwundet. In Vacha fehlten über 100. Die Zahl der Gefallenen und Verwundeten ist nicht bekannt.
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